Keinen Sieg, aber viel Respekt aus München mitgenommen
Dass die weibliche Hockeyjugend seit dem Jahrgang 2006 mittlerweile Dauergast auf den weiterführenden Meisterschaften ist, ist ein riesiger Erfolg für die Nachwuchsarbeit in Worms. Dass sich alle drei weiblichen Teams und die mU14 nach dieser Hallensaison für die Süddeutsche qualifiziert hatten, ist ein weiterer Höhepunkt dieser Entwicklung.
Zum U18-Turnier reiste Worms mit dem jüngsten Team aller teilnehmenden Mannschaften nach München, da die Hälfte der Spielerinnen wie in den Vorjahren aus der U16 rekrutiert wurde.
Die Gegnerinnen kamen aus München, Nürnberg, Frankfurt, Rüsselsheim, Mannheim und Ludwigsburg, allesamt Schwergewichte im deutschen Hallenhockey, einige Spielerinnen des Turniers konnten schon Bundesligaerfahrung vorweisen. Dass die Wormserinnen als absolute Underdogs in die Partien gingen, war allen klar.
Das erste Spiel der Gruppenphase gegen Ludwigsburg begann vielversprechend. Worms war sogar feldüberlegen, die Abwehr stand gut, die Stürmerinnen störten den Spielaufbau der Schwäbinnen früh und es ergaben sich einige Torchancen, die jedoch nicht genutzt werden konnten. Ludwigsburg war zwar immer gefährlich und vergab sogar einen 7m, hätte sich aber über einen Rückstand zur Pause nicht beschweren können. Auch in der zweiten Hälfte tat sich der HCL schwer gegen die Außenseiterinnen aus Worms, konnten aber drei Minuten vor Schluss eine Strafecke verwandeln und das Spiel mit 1:0 gewinnen.
In der zweiten Partie des Tages war die TGW chancenlos gegen furios aufspielende Frankfurterinnen. Das Match war nach acht Minuten entschieden, die Niederlage konnte aber am Ende noch in Grenzen gehalten werden. In der abschließenden Partie gegen Nürnberg zeigten die Wormserinnen wieder ein anderes Gesicht und hielten bravourös mit, glichen eine Nürnberger Führung schnell aus und scheiterten letztlich nur an der eigenen Chancenverwertung gegen die bayrischen Meisterinnen mit 2:4.
Leider das gleiche Bild zeigte sich am Sonntag gegen den Mannheimer HC, der Meistermannschaft aus Baden-Württemberg. Worms hielt sehr gut mit und stand Mitte der 2. Halbzeit sogar kurz vor dem 3:3 Ausgleich, musste dann aber das entscheidende vierte Gegentor hinnehmen. Blieb das letzte Spiel des Turniers gegen Obermenzing. Auch hier konnte sich die TGW für ihre tolle Leistung am Wochenende nicht belohnen und verlor einmal mehr unglücklich durch ein Gegentor per Strafecke in der Endphase des Spiels.
So nah dran, einen Erfolg gegen die Top-Teams aus den süddeutschen Hockeyhochburgen zu holen, war die TGW noch nie. Trotzdem hat sich die Wormser wU18 einmal mehr auf überregionaler Ebene hohen Respekt verdient und Worms auf der Hockey-Landkarte wieder ein bisschen dicker markieren können.
Es bleibt eine weitere unschätzbare Erfahrung für alle Spielerinnen und die Gewissheit, sich fast auf Augenhöhe mit den Besten messen zu können.
Das Spiel gegen Obermenzing war das endgültig letzte für Lotte, deren Hockeykarriere zukünftig beim TSV Mannheim weitergeht. Mit vier Turniertoren hat Lotte einmal mehr bewiesen, dass sie auf höchstem Niveau mitspielen kann. Auch Nicole, die seit zehn Jahren für die phänomenale Entwicklung des weiblichen Nachwuchses in hohem Maße verantwortlich zeichnet, hat ihren Abschied angekündigt. So schwerwiegend diese Abgänge sind, für die nächsten Jahre muss um das Wormser Jugendhockey nicht gebangt werden. Die Saat der letzten Jahre geht auf und auch die Damen- und Herrenmannschaft können mittelfristig mit viel frischem Blut als Verstärkung rechnen.
Es spielten
Sarah und Anna (beide Tor), Johanna B., Nele, Leni, Vivyen, Lotte (4), Johanna D., Julia (1), Fiona, Antonia, Lara






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