Kleine Vereine benachteiligt

Die U18 hatte sich die Teilnahme an der Süddeutschen Meisterschaft durch starke Leistungen gegen Frankenthal, Mainz und Dürkheim verdient. Wie in fast allen Jugendteams kleinerer Vereine ist die Spielerinnendecke aber nicht breit genug, um aus zwei Jahrgängen ein ausreichend großes und schlagkräftiges Team zu bilden. So werden offene Kaderplätze mit Spielerinnen der nächstjüngeren Jahrgänge aufgefüllt und oftmals erweisen sich die jüngeren Spielerinnen als Stützen der Teams und sind schwer ersetzbar.
Wenn ein kleiner Verein wie Worms es dann schafft, sich mit zwei aufeinanderfolgenden Jahrgängen für eine weiterführende Meisterschaft zu qualifizieren, wird offensichtlich, dass dem Verband diese Thematik entweder nicht bewusst oder schlicht egal ist. Anders ist nicht zu erklären, warum die Saisonhöhepunkte der Jugendteams – und das sind in der Hallensaison die Süddeutschen Meisterschaften – terminlich parallel ausgespielt werden.
Die TG Frankenthal musste deshalb aus personellen Gründen ihre u16 von der Süddeutschen Meisterschaft trotz sportlicher Qualifikation zurückziehen und wurde dafür auch noch mit einer Strafe belegt. Die TGW konnte zwar durch die ausreichende Anzahl u16-Spielerinnen aus der zweiten Oberligamannschaft ein u18-Team stellen, doch hatte dieses Team nur wenig Ähnlichkeit mit dem Team, das die RPS-Vizemeisterschaft erspielen konnte. Um der übermächtigen Konkurrenz der Bundesliganachwuchsmannschaften halbwegs Paroli bieten zu können, ist das natürlich alles andere als eine optimale Ausgangsposition.
So kam es dann auch für die u18 auch wie erwartet heftig. Die Vorrundengruppe mit dem Mannheimer HC, dem Münchener SC und dem SC80 Frankfurt las sich wie das Who-is-Who des deutschen Profi-Hockeysports und in den drei Gruppenspielen gab es für die u18 nichts zu holen. Mayla krönte den kämpferischen Einsatz des Teams mit einem Tor gegen Frankfurt, das durch die Livestream-Übertragung auch in Heidenheim frenetisch bejubelt wurde.
Am zweiten Tag konnte das Team die Niederlagen in Grenzen halten und zog sich gegen den VfL Bad Kreuznach und die HG Nürnberg achtbar aus der Affäre.
Für Magdalena, Mayla, Naomi und Luisa ging mit dem letzten Spiel des Turniers die Zeit in der Hockeyjugend endgültig zu Ende. Würdiger als mit der Teilnahme an einer Süddeutschen Meisterschaft hätte das nicht passieren können.
Es spielten
Magdalena (Tor), Luisa, Nele, Leni G., Naomi, Mayla (3), Lina, Leni L., Maria, Emma
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